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Futtermittel

Unser traditionsreicher Futtermittel-Großhandel mit Sitz in Hamburg verkauft und vermittelt zertifizierte Bio-Futtermittel für Groß- und Kleintiere innerhalb und außerhalb Deutschlands. Werfen Sie einen Blick in unser Sortiment für den Futtermittelhandel.

Was sind Futtermittel?

Futtermittel bezeichnen sämtliche verarbeitete oder unverarbeitete Nahrungsmittelerzeugnisse, die in der Tierhaltung zum Einsatz kommen. Das gilt für landwirtschaftliche Nutztierhaltung, Heimtierhaltung, für Tierhaltung im Zoo sowie für Sport. Um je nach Tierart und Haltungsbedingungen die optimale Ernährung für Tiere zu gewährleisten, unterscheiden sich Futtermittel in ihren Inhaltsstoffen und Funktionen. Aus Gründen des Tierschutzes gelten für Futtermittel wie für Lebensmittel strenge Vorgaben, die durch behördliche und innerbetriebliche Kontroll- und Prüfsysteme überwacht werden.

Die gängigste Form von Futtermittel, die auch vorrangig mit der Futtermittelindustrie assoziiert wird, sind die Futtermittel für Nutztiere. Sie machen einen enormen Anteil am Futtermittelhandel aus, denn Nutztiere in deutschen Betrieben verbrauchen jährlich 73 Millionen Tonnen Futter (gemessen in Getreideeinheiten). Die Bewertung und Kategorisierung von Futtermitteln erfolgt in sogenannten Futtertabellen anhand Ihrer Inhaltstoffe. Durch einen entsprechenden Futterplan regulieren Halter die benötigten Futtermengen basierend auf den benötigten Nährstoffen. Grob unterschieden wird dabei zwischen Einzelfuttermitteln und Mischfutter, das im Durchschnitt aus zehn oder mehr Einzelfuttermitteln besteht.

© dusanpetkovic/iStock.com

Über Bio-Futtermittel von ATCO

August Töpfer & Co. sorgt bereits seit 1912 als Systemanbieter für den Food & Non-Food Sektor und als Agentur für Futtermittel für hohe Qualität und Zuverlässigkeit. Das gilt auch für unser Angebot im Futtermittel Großhandel in Deutschland. In unserem Sortiment finden Sie zertifizierte und geprüfte Tiernahrungsprodukte für Groß- und Kleintiere in der landwirtschaftlichen, betrieblichen oder heimischen Haltung. Wir vermitteln hochwertige Futtermitel in Deutschland aus Import und Export und bieten Flüssig- und Trockenfutterprodukte und Produkte nach bestem Bio-Standard und mit SGS Zertifizierung.

Unser Sortiment für Futtermittel

Flüssigfuttermittel

Zu unserem Sortiment im Futtermittelhandel gehören gesunde und sorgfältig zusammengestellte Flüssigfuttererzeugnisse auf Basis von Zuckerrübenmelasse. Wir verkaufen Flüssigmischfutter für Milchviehbetriebe und die Bullenmast unter dem Handelsnahmen MilcMelpro. Die Inhaltstoffe unserer Futtermittel fördern nachweislich die Gesundheit der Tiere und reduzieren ärztliche Kosten. Durch Ihren geprüften und ausbalancierten Nährstoffgehalt optimieren unsere Flüssigfuttererzeugnisse auch die Rationierung des Tierfutters und senken die Futterkosten. Möchten sie unsere Futtermittel kaufen, so ist dies sowohl lose als auch in IBC/Containern möglich.

Bio-Zuckerrohrmelasse

Unsere Bio-Erzeugnisse aus Rohrzucker-/Zuckerrohrmelasse finden vor allem in der Futtermittelindustrie als Pelletierhilfe und zur Staubbindung Anwendung. Zudem dienen sie als Zutat für Lecksteine/Mineralfutter und als nährstoffreiche, geschmacksgebende Futtermittelbestandteile. Bio-Rohrzuckermelasse ist ein Nebenprodukt der Produktion von Bio-Rohrzucker und zeichnet sich durch ihre sirupartige, dunkelbraune bis schwarze Beschaffenheit aus. Sie enthält neben ihrem hohen Gesamtzuckeranteil zusätzliche Zuckerarten wie Saccharose, Glucose und Fructose inklusive nützlicher Spurenelemente, Mineralien und Aminosäuren. Unsere Bio-Rohrzuckermelasse ist ein beliebtes Nahrungsergänzungsmittel und kommt auch in der Herstellung von Düngemitteln und in der Propagation von Hefe und effektiven Mikroorganismen zum Einsatz.

Bio-Zuckerrübenschnitzel

Unsere Bio-Zuckerrübenschnitzel sind ein hochwertiges Einzelfuttermittel und fallen als Nebenprodukt bei der Bio-Rübenzuckerproduktion an. Sie dienen vor allem als wirksame Rohfaser- und Energielieferanten für die Futtermittelindustrie. Gereinigte und in Streifen (Schnitzel) geschnittene Zuckerrüben werden in 70° C heißem Wasser zu einer sogenannten Maische vermengt. In ihrem Rohzustand spricht man von Nassschnitzeln, die selbst bereits als Futtermittel zum Einsatz kommen. Die nächste Verarbeitungsstufe sind Pressschnitzel, in denen die Trockensubstanz durch Wasserabpressung gesteigert wird. Durch weitere Trocken- und Verdampfungsschritte werden Trockenschnitzel mit einer Trockensubstanz von 88 bis 90 Prozent hergestellt und anschließend für den Handel pelletiert und granuliert. Im Gegensatz zu anderen Ländern werden Rübenschnitzel in Deutschland und Österreich noch mit Melasse versetzt, um den Zuckergehalt und den Nährstoffwert gezielt einzustellen. Es wird zwischen unmelassierten, leichtmelassierten und hochmelassierten Trockenschnitzelpellets unterschieden. Der Zuckergehalt liegt hier bei 8-10, 11-14 und 16-22 Prozent.

Trockenschnitzel-Pellets

Trockenschnitzel werden durch Trocken-, Verdampfungs- und Pressprozesse aus Zuckerrübenschnitzeln hergestellt. Ein Großteil der Produktion von Zuckerrübenschnitzeln wird zu Trockenschnitzel-Pellets verarbeitet. Dies erfolgt vorrangig durch die Konservierung von frischen Zuckerrübenschnitzeln in Verdampfungstrocknern. Durch die schonende Trocknung bleibt die Faserstruktur intakt, wodurch sich die Trockenschnitzel fest und bruchsicher pelletieren lassen. Trockenschnitzel-Pellets sind wertvolle Futtermittel und haben eine hervorragende Halt- und Fließbarkeit und lassen sich sehr leicht mahlen oder als Einzelfuttermittel mit Mischfutter kombinieren.

Besonders als Futtermittel für Kuh und Rind sind getrocknete Zuckerrübenschnitzel hervorragend geeignet, da ihr Faseranteil aus Cellulose, Hemicellulosen und Pektinen für Wiederkäuer gut verwertbar, leicht verdaulich und energiesteigernd ist. Auch als Futtermittel für Schweine sind Trockenschnitzel förderlich, weil ihr Quellvermögen die Verdauung tragender Sauen unterstützt und Verfettung vermeidet. Mit Melasse versetzt dienen Trockenschnitzel-Pellets für Nicht-Wiederkäuer zudem als zusätzliche Energiequelle und sind so ein gefragtes Futtermittel für Pferde.

Futtermittel – Gesetzliche Bestimmungen

Futtermittel in Deutschland unterliegen genau wie Lebensmittel strengen Kontrollen und gesetzlichen Vorgaben. Hierzu dienen in Deutschland das Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch sowie die Futtermittelverordnung als gesetzlicher Rahmen und als Instrument zur Umsetzung aktueller EU-Vorschriften und Richtlinien. Die Kontrolle und Prüfung erfolgen sowohl durch Behörden als auch durch innerbetriebliche Prüfmechanismen und -organe. Das Ziel der gesetzlichen Bestimmungen ist eine qualitativ hochwertige Futtermittelversorgung, um Gesundheit von Tier und Mensch zu gewährleisten und nationale und internationale Standards an Futtermittelunternehmen und Futtermittelindustrie anzulegen. Definiert werden Futtermittel nach der Verordnung (EG) 178/2002 als „Stoffe oder Erzeugnisse, auch Zusatzstoffe, verarbeitet, teilweise verarbeitet oder unverarbeitet, die zur oralen Tierfütterung bestimmt sind“.

Unterscheidung von Futtermitteln-Erzeugnissen

Gesetzlich unterschieden wird gemäß Art. 3 Absatz 2 g und 2 h der Verordnung (EG) 767/2009 zwischen Einzel- und Mischfuttermitteln.

Einzelfuttermittel

Einzelfuttermittel sind pflanzlichen oder tierischen Ursprungs. Sie dienen im natürlichen Zustand, frisch und haltbar gemacht oder im industriell verarbeiteten Zustand zur Abdeckung des Nährstoffbedarfs von Heim- und Nutzieren. Dies gilt sowohl für Futtermittel mit und ohne Futtermittelzusatzstoffe. Folgende Sorten zählen zu Einzelfuttermitteln:

  • Wirtschaftseigene, selbst erzeugte Futtermittel: Tierfutter aus betriebseigener Herstellung zum Beispiel Gras- und Maissilage, Heu, CCM, Körnermais und Getreide.
  • Nebenerzeugnisse der Lebensmittelherstellung: Nebenprodukte, die bei der Produktion von Lebensmitteln abfallen zum Beispiel Kleien, Nachmehle aus Mehlmühlen, Ölschroten und -kuchen aus Ölmühlen, Maiskleber, Trockenschnitzel, Molkeprodukte und Treber.
  • Mineralstoffe und Spurenelemente: Relevante und gesundheitsfördernde Zusatzstoffe wie Calciumcarbonat, Natriumchlorid, Phosphor, Magnesium oder Vitamin D.

Mischfuttermittel

Mischfuttermitteln gelten laut Verordnung (EG) 767/2009 als Futtermittel, die aus mindestens zwei Einzelfuttermitteln bestehen und sowohl mit als auch ohne Futtermittelzusatzstoffen versetzt sind. Sie können als Hauptfuttermittel oder als Ergänzungsfutter dienen. Unter die Kategorie Mischfuttermittel fallen folgende Beispiele.

  • Alleinfuttermittel: Decken soweit wie möglich den Nährstoffbedarf von Tieren je nach Art und Haltung. Sie kommen vor allem als Futtermittel für Geflügel (Legehennen, Masthähnchen), Schweine und für Haustiere zum Einsatz.
  • Ergänzungsfuttermittel: Dienen der Vervollständigung einer ausgewogenen Ernährung und kommen zum Beispiel für Leghennen und als Mineralfutter für Schweine zum Einsatz. Sie ergänzen vor allem Einzelfuttermittel in der Nährstoffversorgung. Vor allem beim Weidegang von Rindern und ganzjähriger Grasfütterung bei Stallhaltung sind Ergänzungsfuttermittel von Bedeutung.
  • Spezialfuttermittel: Dienen als Futtermittel mit gezielten Funktionen zum Beispiel als Diätfuttermittel zur Nierendiät oder zur Unterstützung der Herzfunktion bei Herzinsuffizienz. Weitere Spezialfuttermittel sind Bio-Futter und ergänzende Eiweißkonzentrate mit hohen Rohprotein- und Mineralanteilen.
  • Zusatzstoffe: Garantieren eine volle Nährstoffversorgung durch Zusatz von Aminosäuren, Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen.

Typen von Futtermittel

Die genaue Klassifizierung von Futtermitteln erfolgt anhand von drei Kategorien:

1.
Inhaltsstoffe
: Die Hauptinhaltsstoffe, die in der deutschen Futtermittelindustrie zum Einsatz kommen sind: Eiweiß, Grünfutter, Öl, Stärke und sonstige Nachprodukte Kleie, Schlempe, Trester, Rübenschnitzel und Melasse.

2.
Funktion
: Je nach ihrer Bestimmung unterscheidet man zwischen Allein-, Einzel-, Ergänzungs-, Misch- und Spezialfutter. Zusätzlich erfüllen Zusatzstoffe die Funktion einer ausgewogenen und bestmöglichen Versorgung zum Beispiel mit Aminosäuren, Mineralstoffen und Vitaminen.

3.
Eigenschaften
: Die Eigenschaften von Futtermitteln werden vor allem äußerlich bewertet. Unterschieden wird zwischen: Grünfutter, Melassefutter, Pellets, Raufutter, Grobfutter und Saatfutter.

Unser Futtermittel ist zertifiziert:

Analyse von Futtermittel

Die Prüfung und Kontrolle des Nährwertgehalts von Futtermitteln basiert auf den Ergebnissen der Futtermittelanalytik. Durch verschiedene Analysemethoden lassen sich der Nährwert oder Schadstoffgehalt im Futter feststellen und entsprechend bewerten oder anpassen. Eine gängige Analysemethode ist die „Weender Futtermittelanalyse“. Hierbei wird die Trockenmasse auf Inhaltstoffe wie organische Substanz, Rohfaser, Rohfett, Rohprotein, Rohwasser Stickstofffreie Extraktstoffe und reine Trockenmasse untersucht. Um zusätzlich zur Trockenmasse die Struktur- bzw. Nichtstruktur-Kohlenhydrate zu untersuchen, kommt die „Ergänzende Faseranalyse nach van Soest“ zum Einsatz. Die Ermittlung von Protein-, Fett, Rohfaser- und Feuchtigkeitsgehalt erfolgt durch die Nah-Infrarot-Spektroskopie. Ziel der Analytik und der gesetzlichen Verordnungen ist es, die gesundheitsfördernde Verfügbarkeit von Nährstoffen im Futter zu garantieren und das Beimischen von Schadstoffen zu verhindern.

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Joachim Karstens

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